
Biographisches
Ich wuchs in einer Kleinstadt im Thüringer Wald auf. Am liebsten streifte ich durch die Wälder und so beschloss ich Förster zu werden. Man sagte mir, um Förster zu werden müsse ich studieren, um zu studieren, müsse ich Abitur machen, in die Partei eintreten und für mindestens drei Jahre zum Militär gehen. Um das Abitur zu machen hätte ich mit vierzehn in ein Internat gemusst, was ich nicht wollte. Auch auf die Partei und längeren Militärdienst hatte ich keine Lust. Außer den Wald liebte ich das Meer und so beschloss ich Seemann zu werden. Doch dafür reichte die Sehkraft meines rechten Auges nicht, so wurde ich Werkzeugmacher.
Als Jugendlicher versuchte ich mich in Liedtexten, Geschichten und Essays. Dass es Essays seien sagte mir später ein Freund. Er wohnte im Nachbarzimmer in der Kaserne der Nationalen Volksarmee. Eines Nachts träumte ich, auf Befehl des Hauptmann Dödel müsse ich ihn erschießen und tat es. Zum Glück nur im Traum. Ich schrieb die Geschichte auf und gab sie meinem Freund zum Lesen. Er war begeistert und sagte mir eine Zukunft als Schriftsteller voraus. Die Zukunft ließ auf sich warten und so fuhr ich Pfann- und Spritzkuchen in die Erfurter Kaufhallen, bevor ich Buchhändler wurde. Nach der Wende machte ich Abitur, studierte Soziale Arbeit und war bis vor kurzem in diesem Beruf tätig.
Ich schreibe Kurzgeschichten, Erzählungen, mitunter Lyrik. Gegenwärtig arbeite ich an meinem zweiten Romanprojekt mit dem Titel „Das Haus am Ende der Rennbahn“.
Veröffentlichungen
1991: 1. Preisträger Kurzgeschichtenwettbewerb TAZ Berlin, Titel: „Eine Geburtstagsgeschichte“
1993: Filmkritik zu „Bittersüße Schokolade“ im „Boulevard“-Stadtmagazin für Erfurt
1993-1999: Lyrikveröffentlichungen in „Octopus“-Zeitschrift der Fachhochschule Erfurt
2021: „Die Gabe“ veröffentlicht in Anthologie Mythen Mountain Stories 2021 / 2022 Preisträger „Vigilius Mountain Stories“
2022: „Waldfisch und Meerfrau“ veröffentlicht in Anthologie „Alle Sinne leben“, Mitteldeutscher Verlag, Publikumspreis des Menantes Literaturpreises für erotische Dichtung
2023: Stipendium der Kulturstiftung Thüringen für Romanorojekt „Das Haus am Ende der Rennbahn“
2024-2025: Teilnehmer der Schreibakademie am Nordkolleg Rendsburg